Zwei unbiblische Lehren von Olaf Latzel             Waldemar Boger 

Unbiblische Lehre Nr. 1 – „Kindertaufe“
Einem Gläubigen schrieb O. Latzel: 
„Sie machen sich schuldig vor dem lebendigen Gott, 
wenn sie sein Handeln in der Taufe (Säuglingstaufe) leugnen“. 
O. Latzel praktiziert die unbiblische Kindertaufe 
und verurteilt die Wiedertaufe im wahren Glauben: 
„Die Taufe geschieht nur einmal. 
Wiedertaufe (die bewusste Glaubenstaufe) ist theologischer Schwachsinn… 
Wiedertaufe stellt immer den Menschen in den Vordergrund und negiert das Handeln Gottes“. 
Quelle: Bibelstunde vom 14.08.2019 - Die Taufe 

Im Glaubensbekenntnis der Gemeinde von O. Latzel ist geschrieben: 
«Die evangelische Kirche (St. Martini Gemeinde) praktiziert vor allem die Kindertaufe, 
weil die durch Christus geschehene Erlösung auch den Kindern gilt (Markus 10, 13-16)… 
Nur die Wiedertaufe (die bewusste Glaubenstaufe) ist unbiblisch und auf jeden Fall abzulehnen» 
Quelle: Glaubensbekenntnis der Evangelische St. Martini Gemeinde. 

O. Latzel schreibt in den Glaubensgrundsätzen seiner Gemeinde: „
Die Reformierten haben den Heidelberger Katechismus als christliches Lehrbuch zur Bibel“. 
Quelle: Gemeindebrief Evangelische St. Martini Gemeinde Bremen Nr. 122 
Zitate aus dem Heidelberger Katechismus, die der Bibel widersprechen: 
„Darum sollen auch die Kinder durch die Taufe, 
das Zeichen des Bundes, in die christliche Kirche 
als Glieder eingefügt und von den Kindern der Ungläubigen unterschieden werden, (Apg 10, 47) 
wie es im Alten Testament durch die Beschneidung geschehen ist, (1. Mose 17, 14) 
an deren Stelle im Neuen Testament die Taufe eingesetzt wurde“ (Frage 74). 

Unbiblische Lehre Nr. 2 – „Absolute Vorherbestimmung“ 
O. Latzel predigt: „Aber Vorherbestimmung ist eben auch noch ein weiteres, 
nicht nur die Vorherbestimmung zu einer bestimmten Haltung hier in dieser Welt, 
sondern eben auch zum ewigen Heil oder aber auch zur ewigen Verdammnis. 
Es gibt in der Bibel keine andere Stelle, 
dass irgendwie der Mensch darüber entscheiden könnte, 
über ewiges Heil oder Unheil, sondern das ist tatsächlich von Gott vorherbestimmt. 
Und die Reformierten sagen, dass nicht nur Gott im Vorhinein die erwählt, 
die zu ihm kommen werden, sondern eben auch die erwählt, die zur Hölle fahren werden. 
Der Allmächtige Gott liebt alle Menschen. 
Er will, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 
Und trotzdem hat er einen Teil der Menschen zur ewigen Verdammnis vorherbestimmt. 
Das kann man kaum aushalten. Aber das ist tatsächlich klare biblische Theologie. 
Das ist jetzt nicht irgendeine Idee, die Pastor Latzel nachplappert, 
weil es irgendeine Bekenntnisschrift fordert oder irgendwie Calvin verpflichtet wäre. 
Nein, so steht es in der Bibel… 
Luther ist also schwarzer Augustiner-Eremit gewesen, also im Orden Augustins, 
wo die Lehre Augustins stark war, und er ist ganz, ganz stark von diesem Denken geprägt. 
Alles ist vorherbestimmt.  
Aber auch hier ist Luther knallhart, also dass er ganz knallhart die Prädestination betont, 
den freien Willen komplett ablehnt. 
Das auch wichtig, nochmal, ich erwähne das ja immer wieder, 
unsere Gemeinde steht da ganz besonders zu… 
eben diese Frage der doppelten Prädestination. 
Das ist ganz wichtig zu wissen, absolute Vorherbestimmungen zum Heil wie zum Unheil. 
Das ist richtige Lehre, auch wenn viele Gemeinden das nicht mehr lehren, 
weil diese Gesellschaftstransformation von irgendwelchen Theologien ausgeht, 
die dann auch schwanger ist von all diesem ganzen humanistischen Dreck. 
Aber so ist eben Gott. 
Ich möchte heute gerne Judas in den Mittelpunkt stellen, weil er ein vorherbestimmter Mensch ist. 
Und zwar ganz deutlich, wie ich eben gesagt habe: vorherbestimmt zum Unheil, zur Verdammnis. 
Also Judas war immer für mich sehr, sehr schlecht besetzt. Ich sage jetzt mal so: der Drecksack, 
das ist der, der den Heiland verrät, aber er musste das ja tun. Er musste das ja tun, er ist der Teufel. 
Judas vollzieht den Verrat an Jesus und erfüllt damit die Schrift. Er ist derjenige, der die Schrift erfüllt, 
der in der Vorhersehung, der Vorherbestimmung Gott eine wichtige Funktion einnimmt, 
dadurch aber gleichzeitig verloren geht. 
Aber so dürfen wir einfach wissen, wenn Gott Menschen zum Unheil, 
zum Verlorensein, trotz seines Rettungswillens vorherbestimmt, 
dann müssen sie diesen Plan ablaufen und durchführen… 
Warum hat Judas Jesus verraten? 
Nun, weil er dazu vorherbestimmt gewesen ist. 
Nicht nur wegen des Geldes, das war Mittel zum Zweck, halt. 
Er war vorherbestimmt. Er musste das ja tun, und die Schrift sagt das eindeutig an diesem Punkt.
Ganz klar sagt sie, dass er das tun muss, und das ist das Schlimme. 
Das ist eben die Vorherbestimmung. Dieser Mensch hat keine Wahl. 
Es ist seine Vorherbestimmung. Zweitens, warum ist Jesus nicht eingeschritten? 
Nun, hier genau dieselbe Antwort: weil es seine Vorherbestimmung ist. Er musste es tun… 
Und natürlich hätte Jesus die Möglichkeit gehabt, 
seine Autorität, seine Vollmacht, diesen Menschen so zu erreichen, 
dass das andere nicht passiert wäre, dass der umgekehrt wäre. 
Aber das war nicht in Gottes Heilsplan, nicht in Jesu Heilsplan vorgesehen… 
So ist der heilige und ewige Gott, den wir nicht erklären können, 
der eben auch ein strafender Gott ist, der ein Gott ist, der mit seinen Geschöpfen umgehen kann, 
wie er möchte. Er hat einen Plan damit gehabt. 
Und dieser Judas war eben wie kein anderer nicht zum ehrenvollen Gebrauch bestimmt, 
vorherbestimmt, sondern er war zum nicht ehrenvollen Gebrauch vorherbestimmt… 
Und als letztes: Was wird aus Judas in Ewigkeit? 
Nun, ewige Verdammnis. Gegen Jesus gestellt, Verrat an Jesus Christus aus dem Rausgefallen, ewige Verdammnis. 
Und das ist auch etwas, was ja viele nicht mehr lehren, obwohl sie vermeintlich gläubig sind. 
Ja, eine ewige Verdammnis gibt es nicht. Die Hölle ist leer. 
Oder nach einer gewissen Zeit der Prüfung wird die dann irgendwann. 
Das stimmt nicht. Der Zorn Gottes bleibt über Menschen, so sagt die Schrift halt, 
wenn sie Jesus Christus verraten. Aber auch wenn sie Jesus Christus verraten, ist auch das etwas, 
wo wir sagen, das ist nicht nur ihr eigenes Versagen, sondern eben auch ein Stück weit mit Gottes Vorherbestimmung. 
Und da stehen wir ein Stück weit wirklich davor, wo wir sagen, das verstehen wir nicht… 
Ich kann das nicht erklären, warum er mich erwählt hat, warum ich Pastor sein darf, 
trotz meiner Sündhaftigkeit, warum ich hier Dienst tun darf,

warum das alles so in meinem Leben ist, 
wie es ist, und warum es nicht anders ist. 
Ich kann auch nicht erklären, warum andere Leute nicht hinkommen. Ich weiß es nicht“ 
Quelle: „Olaf Latzel - Erwählung und Vorherbestimmung“ 

Im Glaubensbekenntnis der Gemeinde von O. Latzel steht Folgendes: 
„In Erinnerung an die Unterschrift ihres Predigers Ludwig Crocius unter die Dordrechter Artikel von 1618/1619 
hört sie auf die Brüder der Kirchen, die mit diesem Bekenntnis leben“. 
Quelle: (https://www.st-martini.net/gemeindeordnung). 

Zitate aus Dordrechter Artikel, die der Bibel widersprechen: 
„Dieselbe Erwählung ist nicht aus dem vorhergesehenen Glauben und Gehorsam des Glaubens, 
aus vorhergesehener Heiligkeit oder irgendeiner anderen guten Eigenschaft oder Fähigkeit geschehen, 
die als Grund oder Bedingung vorher in dem Menschen erforderlich wären, der erwählt werden soll, 
sondern zu dem Glauben, zu dem Gehorsam des Glaubens, zur Heiligkeit usw.“ (Artikel 9). 
„So kann die durch ihn geschehene Erwählung weder ungeschehen gemacht und wiederholt, 
noch verändert, widerrufen oder abgebrochen werden, noch können die Erwählten verworfen 
oder kann ihre Zahl vermindert werden“ (Artikel 11). 
„Da wir den Willen Gottes aus seinem Wort verstehen müssen, das bezeugt, 
dass die Kinder der Gläubigen heilig sind, zwar nicht von Natur, 
sondern kraft des Gnadenbundes, in den sie mit ihren Eltern mit einbegriffen sind (Artikel 17). 
Quelle: (https://christozentrisch.net/reformierte-bekenntnisse/lehrregeln-von-dordrecht/). 

Doch hier zeigt sich ein unerklärliches Paradox: 
O. Latzel spricht in dieser Predigt davon, 
dass auch wahre Gläubige möglicherweise von Gott abfallen könnten: 
„Auch bei denen, die zu ihm gehören…, wenn sie… pfeifen auf sein Wort, 
dass er dann auch sagt: " Dann ziehe ich meine Gnade und meinen Segen zurück"…
Liebe zwingt nicht. Die lässt die freie Wahl, zu bleiben oder zu gehen. 
Und das ist genau der Punkt. Ich kann aktiv gehen und mich von ihm entfernen. 
Und das ist dann der Abfall…
Und es ist eine Irrlehre, wenn gesagt wird, man kann nicht abfallen vom Wort Gottes… 
Bevor Jesus Christus wiederkommt, werden viele derer, 
die zum lebendigen Glauben gehört haben, zu Jesus Christus, abfallen“ 
Quelle: Predigt vom 20.02.2022 - Wovor ein Christ sich hüten soll - eine eindringliche Warnung 
In dieser Predigt verkündete O. Latzel die biblische Wahrheit darüber, dass man das Heil verlieren kann. 

Aber wie lässt sich dann seine Predigt über die absolute doppelte Prädestination erklären, 
die im völligen Widerspruch zu seiner Predigt über die Möglichkeit des Abfalls vom Glauben steht? 
«Es gibt in der Bibel keine andere Stelle, dass irgendwie der Mensch darüber entscheiden könnte, 
über ewiges Heil oder Unheil, sondern das ist tatsächlich von Gott vorherbestimmt… 
Das ist ganz wichtig zu wissen, absolute Vorherbestimmungen zum Heil wie zum Unheil… 
Und da stehen wir ein Stück weit wirklich davor, wo wir sagen, das verstehen wir nicht“ 
Quelle: „Olaf Latzel - Erwählung und Vorherbestimmung“ 

Da O. Latzel nirgendwo erklärt hat, 
dass er nicht mehr an die doppelte Prädestination (fatale Vorherbestimmung) glaubt, 
was könnte ein Zuhörer denken, der diese beiden sich gegenseitig ausschließenden Predigten hört? 
1. Vielleicht glaubt O. Latzel, dass der wahrhaft von oben Geborene noch nicht der wahrhaft Auserwählte ist 
und dass daher der wahrhaft wiedergeborene Mensch im Gegensatz zum wahrhaften Auserwählten von Gott abfallen kann? 
2. Wenn O. Latzel glaubt, dass zwei sich völlig widersprechende Lehren wahr sind, hat er dann vielleicht 
nicht nur Probleme mit dem geistlichen Denken, sondern auch mit dem logischen Denken? 
Vergleicht man die falsche Theologie des klassischen Calvinismus mit der falschen Theologie von O. Latzel, so muss man sagen, 
dass die fünf Punkte des klassischen Calvinismus ein schlüssigeres logisches Schema darstellen als die Theologie von O. Latzel. 
3. Wenn O. Latzel selbst zugibt, dass er Gottes Handeln in der bedingungslosen doppelten Prädestination nicht versteht, 
wäre es dann vielleicht besser für ihn, gar nicht erst über Themen zu predigen, die er nicht versteht?  

Fazit: 
Man muss anerkennen, dass O. Latzel in seinem Dienst gute Früchte trägt, 
aber gleichzeitig auch schlechte. 
Welche Früchte überwiegen, weiß nur Gott allein. 
Solange O. Latzel jedoch die doppelte Prädestination (fatale Vorherbestimmung) 
nicht offen als Irrlehre anerkennt und nicht aufhört, widersprüchliche, 
sich gegenseitig ausschließende Lehren zu predigen sowie das, was er nicht versteht, 
wird er in einer Reihe mit den Predigern stehen bleiben, über die geschrieben steht: 
„Wollen der Schrift Meister sein, und verstehen nicht, was sie sagen oder was sie setzen“ (1Tim.1:7). 

 Waldemar Boger